Öffnung der Kirchen - Pfarre Unterbergern

Kirche Unterbergern
betende Hände
Herzlich willkommen in der Pfarre Unterbergern
Herzlich willkommen in der Pfarre Unterbergern
Herzlich willkommen in der Pfarre Unterbergern
Herzlich willkommen in der Pfarre Unterbergern
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Liebe Pfarrangehörigen!                                                                 28.4.2020
 
 
Die von der Regierung großartig angekündigte „Öffnung der Kirchen“ am 15. Mai 2020 hat sich - aus meiner Sicht - als Flop erwiesen.
 
 
Gottesdienste zu feiern, wo für jede Person 20 Quadratmeter zur Verfügung stehen müssen und der Mund-Nasen-Schutz vorgeschrieben ist, wobei noch nicht einmal abgeklärt ist, wie dann die Kommunion gereicht werden soll – das bildet keine Voraussetzung für echte Feierkultur. Im Klartext heißt das, daß bei uns in der Pfarrkirche (durchgerechnet) beim Gottesdienst nur 5 – 6 Personen teilnehmen könnten.
 
Bei aller Wertschätzung und allem Verständnis für die Gewichtigkeit des so bedeutsamen Aspekts der „Stellvertretung“ halte ich dennoch die Feier der Eucharistie unter diesen Umständen für nicht angebracht.
 
 
In dieser Zeit, wo die persönlichen Begegnungen und Gemeinschafts- erlebnisse so eingeschränkt sind und uns auch sehr abgehen, wird uns mehr und mehr der Wert von Gemeinschaft bewußt. In der gottesdienst- lichen Gemeinschaft mit Christus in der Eucharistie (sprich: in der communio / Kommunion) erhält der Begriff Gemeinschaft noch eine zusätzliche Bedeutung. Da berührt der Glaube den lebendigen Gott, der in sich Gemeinschaft ist und lebt.
 
 
Wenn die gegenwärtige Krise bewirkt, daß in uns die Sehnsucht nach Gemeinschaft wächst – auch die Sehnsucht nach Gemeinschaft mit Gott, hat sie schon viel Positives ausgelöst.
 
 
Wir sollten uns einem tieferen Nachdenkprozeß aussetzen und der Frage nachgehen, wie wir bis dato Gemeinschaft erlebt und gelebt haben:
 
- Habe ich mich in die Gemeinschaft (meiner Familie, meiner Gemeinde,
 
 meiner Pfarre, meines Vereins, meiner Schule,…) eingebracht oder nur   
 
 von der Gemeinschaft gelebt?
 
- Wo und wie könnte ich mich einbringen, investieren?
 
- Wo stärkt und trägt mich die Gemeinschaft? Wo brauche ich sie?
 
- Wo leide ich an der Gemeinschaft? Warum?
 
  Die Liebe findet die richtige Antwort!
 
                                                                                                                            Österlichen Gruß
 
Ihr  Pfarrer  + Columban
 
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